Implenia ist Teil des Holzbau-Booms in Winterthur

Mit dem «Haus Furrer», das zu unserer Arealentwicklung «KIM» gehört, baut Implenia erneut ein modernes Holzgebäude in Winterthur. Mit über 200 Wohnungen und Geschäftsflächen im Erdgeschoss ist es ein Pionierprojekt – genau wie die benachbarte Überbauung «sue&til».

Im Winterthurer Quartier Neuhegi entsteht ein neues Implenia Vorzeigeprojekt: Das Haus Furrer wird, abgesehen von den Untergeschossen, dem Erdgeschoss und den Treppenhauskernen, vollständig aus Holz gebaut. «Holz wird als Baustoff heute vermehrt eingesetzt», sagt René Lutz. Unser Projektleiter realisiert schon das zweite Grossprojekt mit dem nachhaltigen Baustoff und hat einiges an Erfahrung gesammelt – wie mit dem grössten Holzwohnbau der Schweiz, der Überbauung sue&til, welche auf der gegenüberliegenden Strassenseite liegt.

Alles aus einer Hand

Das Haus Furrer ist ein One Company Projekt: Von der Entwicklung und Konzeption über die Planung bis zur Realisierung wird alles von den Implenia Divisionen geleistet. Vor Ort sorgt das Team aus einem Planungsleiter und drei Bauleitern dafür, dass die Arbeiten wie geplant und gut vorankommen.

Das hat auch Swiss Life überzeugt: Im Juni 2019 übernahm der Investor das Projekt mit 208 Wohnungen zwischen 2.5 und 5.5 Zimmern auf sieben Stockwerken und sechs Geschäftsflächen im Erdgeschoss. Die Bauherrschaft strebt eine Minergie-P-Zertifizierung an mit starker Wärmedämmung, einer hinterlüfteten Fassade und einer Photovoltaikanlage auf dem Dach.

2600 Tonnen Holz in sechs Etappen

Seit Ende Juli läuft die erste von insgesamt sechs Etappen im Holzbau. Die vertikale Bauweise hat den Vorteil, dass in die fertig gestellten Abschnitte bereits Mieter einziehen können, während der nächste Abschnitt noch fertig gebaut wird. In die erste Etappe entlang der Sulzerallee ziehen im Oktober 2021 die ersten Bewohnerinnen und Bewohner.

Bis dahin werden unsere Zimmerleute noch einige Holzelemente verbauen: Insgesamt sind es 2600 Tonnen Holz. Der natürliche Rohstoff stammt aus Süddeutschland und Österreich. Die einzelnen Holzelemente sind komplett vorfabriziert, zu einem grossen Teil im Implenia Werk in Rümlang. Sie werden mit kurzem Vorlauf für die Montage angeliefert. Die Planung dauert zwar länger als beim konventionellen Bau, weil die Elemente erst produziert werden, wenn das Gebäude bis ins letzte Detail geplant ist. «Dafür ist man beim Aufrichten wesentlich schneller», sagt René.

Musterzimmer für Schallschutz

Damit sich die Bewohnerinnen und Bewohner in den durchgängig hohen Räumen mit sichtbaren Deckenelementen noch wohler fühlen, wird dem Schallschutz besondere Beachtung geschenkt. Die Anforderungen nach SIA sind die gleichen wie beim konventionellen Betonbau – die Erfahrungswerte für so grosse Holzbauten fehlen jedoch zum Teil. Die Akustiker sind auf Messungen in nachgebauten Modellen angewiesen.

Das trifft insbesondere auf die kontrollierte Wohnungslüftung über sogenannte Fassadenlüfter zu. Für Schallmessungen und um die Konstruktion zu testen, wurde bei Implenia in Rümlang ein Musterzimmer mit den zuvor genannten Fassadenlüfternerstellt. Eine weitere wichtige Massnahme, um die Schallanforderungen an einen Holzbau zu erfüllen, ist die zehn Zentimeter dicke gebundene Splittschüttung auf dem rohen Holzboden.

Holz – auch für die Nase ein Genuss

Ein Holzbau unterscheidet sich nicht nur optisch, schalltechnisch und in der Erstellung von einem Betonbau, sondern auch olfaktorisch: Bewohner der Überbauung sue&til berichten, dass ihre neue Wohnung beim Einzug heimelig nach Holz duftete. Im Beitrag der SRF-Sendung 10vor10 zum Boom des Holzbaus kommt übrigens auch das Haus Furrer vor – ein weiteres Holz-Vorzeigeprojekt von Implenia.