Aus Giesserei wird Bildungsinstitut

Es gehört zu den besten Bauten Winterthurs: das Haus Adeline Favre. Benannt wurde es nach der bekannten Walliser Hebamme, die Anfang des 20. Jahrhunderts für ihre Ausbildung kämpfen musste. Rund 2 000 Studierende und 300 Mitarbeitende im Bereich Gesundheit lernen und forschen seit Mitte September am von Implenia gebauten neuen Standort.

Nach knapp zehn Jahren Entwicklung, Planung und Ausführung steht das Gebäude, das Massstäbe setzt. Das Haus Adeline Favre ist mit Abstand das grösste Schweizer Bildungs- und Forschungszentrum für Ergo- und Physiotherapie, Hebammen und Pflege.

Eine motivierende Rede

An der offiziellen Feier im August sagte Adrian Wyss, Head Division Real Estate bei Implenia: «Wir freuen uns, dass das Gebäude termingerecht in Betrieb genommen werden kann. Unser Dank gilt allen Projektbeteiligten, die mit grossem Engagement und unermüdlichem Einsatz dazu beigetragen haben, diese anspruchsvolle Immobilienentwicklung mit Hochschulnutzung über einen Projektzeitraum von knapp zehn Jahren zum neuen Campus des ZHAW Departements Gesundheit zu machen. Insbesondere danken wir der Bauherrschaft und Eigentümerin SISKA Immobilien AG für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit während des ganzen Projekts.»

Bauherrschaft und Mieter sprachen ebenfalls ihr Lob für die gelungene Teamarbeit aus. Implenia erstellte das Gebäude im Minergie-Standard, sodass es alle Anforderungen an einen modernen, nachhaltigen Bildungsbau erfüllt. Im nächsten Jahr findet ein Tag der offenen Tür statt. Ein Besuch lohnt sich! Gratulation auch von Impact zum erfolgreichen Projektabschluss, für den Implenianer aus den verschiedensten Divisionen und Bereichen an einem Strang zogen – allen voran Modernisierung (TU), Spezialtiefbau, Baumeister, Ausführung Gebäudetechnik und Controlling.

Hohe Auszeichnung für das Haus Adeline Favre

Das von pool Architekten (Zürich) gestaltete Haus Adeline Favre punktete im Architekturwettbewerb 2020 für Winterthur und Umgebung mit hoher architektonischer Qualität und erhielt eine Auszeichnung. Der Jury gefiel vor allem, dass der Aussenraum in der grossen Halle nach innen gestülpt wurde und die Anordnung der Unterrichtsräume clever gewählt wurde, was auch die Studierenden, Dozierenden und Mitarbeitenden überzeugt. Dadurch entstanden verschiedene Ebenen mit eindrücklichen Aufenthalts- und Begegnungszonen – für eine Verschnaufpause oder um sich auszutauschen.

Gregor Lüthi
Polier Baumeister Deutschschweiz

«Es war für mich sehr spannend, das Projekt über den gesamten Entstehungszeitraum zu begleiten und zu erleben, wie aus der Planung und dem Rohbau am Ende das schlüsselfertige Gebäude entstanden ist – das ist einfach genial! Zu den grossen Herausforderung zählten die Statik, die Architektur und die Zusammenarbeit mit den vielen verschiedenen Unternehmern. Ich konnte viele Erfahrungen sammeln, die als Erfahrungsschatz für meine künftigen Bauprojekte von grossem Nutzen sein werden.»

Sarah Feuerstein
Bauleiterin Modernisation

«Das Projekt HAF war aufgrund seiner jetzigen Nutzung im Ausbau ein sehr spannendes und lehrreiches Projekt mit vielen speziellen Komponenten. Vor allem die Konstellation aller Beteiligten war ab und zu eine Herausforderung für sich – der wir uns aber alle gestellt und sie auch gut gemeistert haben. Ich bin stolz, Teil des Teams zu sein!»

Richard Bruggmann
Projektleiter Ausführung Modernisation

«Das Projekt forderte uns auf verschiedenen Ebenen. Besonders anspruchsvoll fand ich die komplexen Nutzeranforderungen im Zusammenhang mit der Lehre und Forschung in den Gesundheitsberufen sowie die vielschichtige Bauherren- und Nutzerorganisation mit anspruchsvollem QS-Team.»

Reinhold Bachmann
Ausführung Gebäudetechnik

«Das gesamte Planungsteam Gebäudetechnik leistete hervorragende Arbeit. Nur so konnte die sehr anspruchsvolle Gebäudetechnik von meinem Bauleiter Claus Bisgaard umgesetzt werden.»