Hoch hinaus mit Drohnen

Implenia setzt bei allen Projekten in Norwegen Drohnen ein. Durch die Verwendung von Drohnen können wir einfacher planen, eine sichere Arbeitsumgebung schaffen und Zeit einsparen. Drohnen sind zuverlässig, schnell und einfach einsatzbereit und können innerhalb weniger Minuten sehr viele Daten sammeln. Sie werden vor, während und nach der Bauzeit eingesetzt. Auf diese Weise können wir Informationen für die spätere Dokumentation sammeln.

Bei Implenia Norwegen verfügen wir über verschiedene Drohnen, die wir für unterschiedliche Aufgaben einsetzen. Mit ihnen können wir scharfe, detailgetreue Fotos und Videos aufnehmen, mit denen wir den Arbeitsfortschritt verfolgen und anhand aktueller Daten präzise Entscheidungen treffen können. Sie ermöglichen es auch, dass wir Karten eines Baufeldes erstellen, die der Realität entsprechen. Dadurch sind wir nicht mehr auf unvollständige Daten oder Pläne angewiesen. Neben der Anfertigung von Videos und Punktwolken können wir auch die Erstellung von Modellen und die Berechnung von Massen unterstützen.

Es gibt viele Faktoren, die Drohnen zu einem wirklich hervorragenden Tool machen: Sie sind günstig und können innerhalb von nur 15 Minuten alle oben genannten Daten sammeln. Da sie in der Handhabung sehr einfach sind, werden sie in den meisten Fällen direkt von unseren Vermessungsingenieuren geflogen. Es fallen also keine zusätzlichen Kosten an. Auch Bjørn Heggestad ist Vermessungsingenieur bei Implenia Norwegen. Als ausgewiesener «Drohnenspezialist» koordiniert er den Einsatz von Drohnen in unserem Unternehmen in Norwegen. Dank seiner Fachkompetenz ist unser Team immer auf dem Laufenden, zum Beispiel über neue Regelungen. «Jeder Drohnenpilot muss bei uns vor seinem Einsatz eine Schulung absolvieren. Bei den Schulungen setzen wir kleinere und preisgünstigere Drohnen ein», erklärt Marius Svendsen, Survey Manager. «Durch den Einsatz von Drohnen bei unseren Projekten stellen wir sicher, dass wir eine hohe bauliche Qualität erreichen.» Er ergänzt, dass die Drohnenaufnahmen auch als visuelle Unterstützung bei der Kommunikation mit allen beteiligten Parteien eingesetzt werden können. So kann jede Partei selbst sehen, was bereits getan wurde und was noch zu erledigen ist.

Marius ist der Ansicht, dass es sich lohnt, bei unseren Projekten in die erschwinglichen Drohnen zu investieren: «Wir verwenden günstige, handelsübliche Drohnen, die jeder bei uns bedienen kann, etwa die Dji Phantom 4 Pro oder die Dji Mavic 2.0.» Obwohl Drohnen in der Anschaffung sehr günstig sind, so sind sie doch unsere wertvollsten und zuverlässigsten Vermessungsgeräte. Auch Reparaturen sind nicht teuer, falls einmal etwas schief gehen sollte.

Für die Verarbeitung von Drohnenaufnahmen nutzen wir eine spezielle Software, mit der wir Referenzpunkte am Boden (GCP) setzen, um die Aufnahmen an ihrem tatsächlichen Punkt im Koordinatensystem zu erfassen. Die Software erzeugt sowohl Orthofotos (dabei handelt es sich um entzerrte 2D-Abbildungen) als auch Punktwolken, die man für Massenberechnungen und Konstruktionsprüfungen nutzen kann. Mit diesem Bildmaterial können wir beispielsweise die Kiesmengen im Steinbruch berechnen und entscheiden, ob wir für die Fertigstellung einer Strasse mehr produzieren müssen oder nicht.

Beispiel für den Drohneneinsatz anhand des Projekts K11 in Bergen

Planung der Phasen: Bei K11 in Bergen setzen wir Drohnen ein, um dreidimensionale Modelle der Tageszone zu bestimmten Projektzeiten zu erstellen. «Das ist wirklich sehr hilfreich, wenn wir die nächste Phase planen», so Anders Loven, BIM Manager. «Mit solchen Modellen können wir unsere Ideen visualisieren und diese unserem Auftraggeber besser vermitteln, den wir dann in die Erarbeitung von Lösungsvorschlägen einbeziehen. Das sorgt für gute Lösungen, die sich wiederum in einer besseren Marge für das Projekt ausdrücken.»

Baukostenmanagement: Orthofotos sind eine äusserst wertvolle Quelle für die Dokumentation der Baukosten. Bei diesem Drohnenmodell können wir alles sehen, was an der Erdoberfläche erledigt wurde. Dadurch können wir ganz einfach auf digitale Weise die Kosten bestimmen. Mit diesen Bildern sparen wir unheimlich viel Arbeit und viele Ressourcen ein.

Interdisziplinäre Studien: Das Drohnenmodell wird auch gerne bei interdisziplinären Überprüfungen eingesetzt. Oftmals ermöglichen sie es, dass der Auftraggeber eine bessere visuelle Vorstellung von den baulichen Planungen erhält. Beispiel: Der Auftraggeber erkennt selbst beim Betrachten des Fotos, dass die von ihm gewählte Lösung nicht optimal ist. Alle Projektbeteiligten können sich die Realisierung der nächsten Stufe besser vorstellen, wenn man mitten in der Implementierung auf einem Foto tatsächlich sehen kann, was als nächstes gebaut werden soll. Unter Betrachtung einer Momentaufnahme der realen Welt und der geplanten Massnahmen entsteht eine gemeinsame Vorstellung vom «Ist»-Zustand des Projekts. Dies führt dazu, dass man sich konstruktiver mit den Herausforderungen auseinandersetzen kann, die sich bei komplexen Infrastrukturprojekten ständig stellen.