BIM? Einfach loslegen!

Wer ist die treibende Kraft hinter Building Information Modeling (BIM) bei Implenia in Schweden? Impact spricht mit dem Country Head BIM Schweden, David Santos, der die Implementierung von BIM in Schweden in Angriff nahm. Am Beispiel des Varberg-Projekts erläutert er uns alle Vorteile von BIM.

Als David Santos sein Ingenieur-Praktikum bei unserem Projekt Kvarnholmsförbindelsen 2015 antrat, wusste er, dass er die richtige Wahl getroffen hatte. Nachdem sein sechsmonatiges Praktikum vorbei war, bot man ihm an, bis zum Ende des Projekts zu bleiben. Eine Entscheidung, die ihm nicht schwerfiel und die Weichen für sein späteres Leben stellen sollte. Neben seinem Studium für einen Master in BIM-Management in London wurde er zum Verantwortlichen für die Entwicklung von BIM bei Implenia in Schweden. Damals war er dort der Einzige mit BIMKenntnissen, doch dank seines Engagements gibt es jetzt sieben BIM-Koordinatoren, die an verschiedenen Projekten arbeiten, und einige weitere Personen, die sich im Teilzeitpensum mit BIM beschäftigen.

«Weise» Ratschläge von David Santos zu BIM
Laut David Santos gibt es drei wichtige Dinge, die man über BIM wissen sollte: 1. BIM muss bei allen Projektaktivitäten zum Einsatz kommen. 2. BIM lässt sich nicht separat behandeln – alle müssen damit arbeiten. 3. Um es noch deutlicher zu machen: Für den Erfolg von BIM ist nicht nur die Arbeit der Koordinatoren entscheidend. Die BIM-Methodik muss die gesamte Projektorganisation durchdringen.

Einsatz von BIM von Beginn an

«Das Varberg-Projekt war in vielerlei Hinsicht eine Premiere für uns. Es ist das erste «Early Contractor Involvement»-Projekt über zwei Phasen, bei dem wir den Zuschlag für die Realisierungsphase dank der guten Vorbereitung in der ersten Planungsphase erhalten haben. Ausserdem ist es eines unserer ersten papierlosen Projekte, bei dem digitale Workflows und BIM im Fokus standen. Die gesamten Bauarbeiten basieren auf digitalen Modellen », sagt David.

Seine Arbeit am Varberg-Projekt nahm David im Januar 2018 während der Ausschreibungsphase auf. Die Frage, ob BIM bereits in der ersten Phase eingesetzt werden sollte, stellte sich nicht: «Im Gegenteil: BIM war Bestandteil des Vertrags, und der Kunde interessierte sich sehr für unsere Ideen und dafür, wie BIM zu einer optimalen Projektumsetzung beitragen würde. Durch die Unterstützung des Kunden schoben wir die Grenzen des Machbaren immer weiter hinaus, und ich würde Varberg jetzt als unser Vorzeige- BIM-Projekt bezeichnen. Wir konnten eine gute Plattform für das Projekt schaffen, und jetzt ist es wichtig, dass alle diese Tools verwenden und Nutzen daraus ziehen.» Inzwischen arbeiten in Varberg drei Mitarbeitende im Vollzeitpensum mit BIM.

Das Projekt war eines der ersten, für das Implenia in Schweden ein BIM-Mastermodell erstellen konnte, dessen Definitionen und Regeln zu einem sehr frühen Zeitpunkt ausgewählt und festgelegt wurden. Dank BIM sind unsere Kolleginnen und Kollegen in Schweden nicht darauf beschränkt, nur die Vorgaben des Kunden zu erfüllen. Sie können diese sogar übertreffen. David Santos fasst zusammen: «Dank BIM können wir unsere Unternehmenswerte Exzellenz und Kollaboration vollumfänglich leben. Daraus entsteht automatisch ein ausgeprägter Gemeinschaftsgeist und ein reger Wissensaustausch. Mit unserer BIM-Kompetenz, die auch bei Tiefbauprojekten zum Tragen kommt, kann Implenia seine Führungsposition ausbauen. Auf diese Weise können wir die Zukunft der Bauindustrie aktiv mitgestalten. Wir müssen Teil der BIM-Bewegung sein, deshalb sollten wir einfach loslegen und uns darauf einlassen.

Daten besser verwertbar machen

Damit die Mitarbeitenden Daten besser verwerten und im BIM-Modell finden und darauf zugreifen können, hat das Team von David Santos für alle Objekte zusätzliche Eigenschaftsgruppen (Informationsfelder) definiert: «IMP» (Implenia spezifisch), «VRBG» (spezifisch für das Varberg- Projekt) und «QTO» (für die Mengenermittlung).

Schau dir unser Varberg-Video an!

David Santos ist definitiv nicht der Einzige, der von BIM begeistert ist. In unserem Varberg-Video erfahrt ihr, warum Carolin Haueis, George Moir und viele andere so begeistert vom digitalen Management dieser komplexen Baustelle sind.